Zusammenarbeit von Bigpoint und Electronic Arts

Im Bereich Onlinespiele und Videospiele gibt es eine neue Fusion: Bigpoint und Electronic Arts, zwei Big Player der Branche, wollen miteinander kooperieren. Das Hamburger Unternehmen Bigpoint ist bekannt für seine zahlreichen Onlinespiele. Mehr als 170 Millionen registrierte Nutzer hat das Unternehmen und täglich kommen 250.000 Neuanmeldungen hinzu. Erreichbar sind die Spiele nicht nur über die eigene Homepage von Bigpoint, sondern auch über ein Netzwerk, in dem mehr als 1.000 Partner weltweit agieren, darunter in Deutschland Seiten, wie ProSieben.de oder RTL.de.

Electronic Arts dagegen ist der zweitgrößte Hersteller von Videospielen, und das weltweit. Zwar wird der größte Teil des Umsatzes bisher über Videospiele, wie „Sims“, „Medal of Honor“ oder „Need for Speed“ erzielt, die zum vollen Preis verkauft werden, doch nehmen Onlinespiele bei Electronic Arts eine zunehmend wichtigere Rolle ein. Erst Ende 2009 wurden 300 Millionen Dollar in die Zusammenarbeit mit Playfish investiert, der Onlinespiele unter anderem mit Hilfe von Facebook anbietet.

Gratis Spiele geplant

Geplant ist es, dass Bigpoint einige Titel des US-Unternehmens Electronic Arts selbst vermarktet. Während Electronic Arts für die Spieleentwicklung bekannt ist, ist Bigpoint für die Vermarktung zuständig ist. Dadurch bringen beide Partner ihre Stärken ein. Voraussichtlich ab Ende März 2011 soll das erste Spiel von Electronic Arts über Bigpoint zur Verfügung stehen. Dabei handelt es sich vermutlich um „Lord of Ultima“.

Aber Electronic Arts bietet die Spiele teils auch schon auf der eigenen Seite zum gratis Spielen an. Die Einnahmen resultieren aus kleineren Zeitvorteilen oder Spielgegenständen, die die Spieler mit echtem Geld kaufen können. Bei der Zusammenarbeit mit Bigpoint sollen die so entstandenen Einnahmen geteilt werden, in welchem Verhältnis allerdings, darüber schweigen sich beide Parteien aus.

Gemeinsam in die Zukunft starten

Ziel der Zusammenarbeit ist es, hochwertige Spiele auch online zur Verfügung zu stellen. Das vorgestellte Geschäftsmodell gewinne im Bereich der Onlinespiele zudem zunehmend an Bedeutung, so dass sich keiner der beiden Big Player diese Chance entgehen lassen will. Derzeit stehen acht Titel zur Verfügung, die nach dem Motto Play4Free gespielt werden können. Im Laufe der Zeit soll das Angebot aber noch deutlich ausgebaut werden.

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