EA ist einer der größten Anbieter von Online-Spielen. Und so ist es auch kein Wunder, dass jeder Spieler das Unternehmen bestens kennt. In den vergangenen Wochen und Monaten regte sich heftige Kritik darüber, dass alle unter dem Label EA veröffentlichten Spiele nur noch mit einem Online-Pass genutzt werden konnten.
Wer seine gebrauchten Spiele verkaufte, den störte es weniger. Wer diese aber kaufte, musste eine Gebühr von etwa zehn Dollar aufbringen, um auf zusätzliche, online bereit gestellte Features zugreifen zu können.
Kein Online-Pass für Crysis 2
Bei Crysis 2 verhält es sich allerdings anders. Das Unternehmen Crytek, das Publisher des Spiels ist, stellt keine 100-prozentige Tochter von EA Games dar. Deshalb hat man sich hier bewusst entschieden, auf den Online-Pass zu verzichten. Wer also Crysis 2 gebraucht kauft, kann auch ohne zusätzliche Gebühren auf die online zur Verfügung gestellten Features zugreifen.
Allerdings steht bis heute nicht fest, wie es sich mit anderen Entwicklern verhalten wird. Denn sofern sie keine direkten EA Partner sind, können sie selbst frei entscheiden, ob sie eine zusätzliche Gebühr für weitere Features für ihre Spiele erheben wollen oder eben nicht. Allerdings macht Crytek als Publisher vor, wie es richtig wäre. Denn auch das beste Spiel ist früher oder später einmal geknackt und soll durch ein neues ersetzt werden. Anstatt die bisherigen Spiele nun aber im Schrank verstauben zu lassen, entscheiden sich viele begeisterte Spieler lieber dafür, diese zu verkaufen.
Käufer gebrauchter Spiele aufgepasst
Viele Käufer, die sich insbesondere aufgrund der Kosteneinsparungen für gebrauchte Spiele entscheiden wollen, müssen nun hoffen, dass weitere Entwickler ähnliche Ansichten wie Crytek vertreten. Denn andernfalls werden die Gebühren die Preiseinsparungen beim Kauf schnell wieder aufzehren. So könnten die Verkäufer trotz allem auf ihren Spielen sitzen bleiben, weil einfach niemand bereit ist, ein gebrauchtes Spiel zum gleichen Preis, wie ein neues zu kaufen.